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Invisalign - Invisalign teen

Brackets

(Multibandbracketapparatur)

Die Multibandbracketapparatur ist fest mit den Zähnen verbunden. Die Brackets sind kleine Plättchen, die mit einem speziellen Kunststoff auf die Zahnfläche geklebt. In jedem einzelnen Bracket befindet sich ein kleiner horizontaler Schltz in der Mitte (genannt Slot), durch den der Draht gespannt wird, der die Zähne bewegt.

Der Draht verläuft durch jedes Bracket, also den gesamten Zahnbogen und durch die individuellen Schlitze (Slots) bekommt jedes Bracket die Information, wie der Zahn stehen soll. Der Draht ist super elastisch und gleicht Unterschiede in jeder Dimension zwischen den Zähnen aus. Durch den permanent wirkenden Draht wirkt jederzeit eine Kraft auf die Zähne. Bei der initialen Zahnbewegung direkt nach Eingliederung der Multibandbracketapparatur kommt es zu vorübergehenden Schmerzen, die nach ca. 3- 5 Tagen wieder nachlassen.

Bei der festen Zahnspange werden heutzutage die Zähne mit einem Schutzlack vor Karies versiegelt, sowie die Brackets sauber und im trockenen Zustand aufgeklebt, so dass es zu keiner Entstehung von Karies unter den Brackets mehr kommen kann. Dennoch ist eine gründliche Zahnpflege während der Behandlung erforderlich! Das Zähneputzen ist durch die Apparatur erschwert und nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch. Schwachstellen sind die Regionen am Zahnfleischrand sowie die Zahnfläche direkt um das Bracket herum.

Die Reinigung der Zähne sowie die entsprechenden Hilfsmittel (Interdentalbürste, Solobürste) wird jedem Patienten individuell in der Praxis demonstriert, sowie auch während der Behandlung kontrolliert.

Bei der Multibandbracketapparatur gibt es unterschiedliche Materialien/ und Farben der Brackets:

1. Metallbrackets

Als Grundversorgung, also Leistung, die auch von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, kommen Metallbrackets zum Einsatz, die nicht vorprogrammiert sind- das heißt der Schlitz (Slot) ist bei jedem Bracket gleich und nicht individuell programmiert. Ausserdem werden Stahldrähte verwendet, die nicht so schnell nachzustellen sind wie superelastische Drähte. Bei ausgeprägten Zahnfehlstellungen ist dadurch die Behandlungszeit doppelt so lange wie bei den vorprogrammierten Brackets.

Vorprogrammierte Metallbrackets

Bei diesen Brackets, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden, handelt es sich um Brackets mit individuell programmierten Schlitzen (Slots), für jeden einzelnen Zahn individuell. Dazu werden superelastische Drähte verwendet, die bei schonender Kraft die Zähne schneller an die richtige Stelle bringen.

Selbstligierende Brackets

Diese Brackets haben spezielle Aktivierungsschlösser mit einer aufwendigen Feinmechanik unter Einsatz von niedrigeren Kräften.

2. Keramikbrackets

Bei den Keramikbrackets handelt es sich um durchsichtige Brackets. Man sieht deutlich weniger von der Apparatur. medizinisch gesehen bieten diese Brackets keinen Vorteil, haben aber eine bessere Ästhetik.

3. Lingualbrackets

Bei der Lingualapparatur handelt es sich um eine "unsichtbare" feste Spange. Die Brackets werden innen (lingual) aufgeklebt und auch die Drähte verlaufen innen. Diese Brackets und die dazugehörigen Drähte werden individuell im Labor gefertigt und dann dem Patienten angepasst.

4. Retainer

Nach Abschluss einer aktiven kieferorthopädischen Behandlung, ist es von hoher Wichtigkeit das Behandlungsergebnis stabil zu halten (Retention).

Immer mehr Studien haben in der Vergangenheit belegt, dass sich die Schneidezähne, vor allem im Unterkiefer, wieder verschieben, sogar wenn Zähne aus Platzgründen gezogen wurden. Auch nach Wachstumsabschluß finden Wanderungstendenzen der Zähne statt, bei eingien Menschen stärker ausgeprägt, bei anderen weniger.

Um einen erneuten Engstand in der Front (Schneidezähnen) zu vermeiden, wird nach der aktiven Behandlung ein sogenannter Retainer (ein feiner dünner Draht) empfohlen, der von innen hinter die Schneidzähne geklebt wird und dort mindestens bis zum vollständigem Wachstumsabschluß belassen werden sollte (ca. 21. Lebensjahr).

Bei ausgeprägtem Engstand vor der Behandlung oder Lücken- also Zahnfehlstellungen, die eine hohe Rezidivtendenz haben, sollte dieser Retainer für immer die Schneidezähne stabilisieren. Da der Retainer innen geklebt wird, ist er somit auch nicht sichtbar.

 
 

Dr. Verena Sprekels und Dr. Christine Vogeler  |  Fachzahnärztinnen für Kieferorthopädie
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